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Einbau und Wartungshinweise für Gelenkwellen

Bei der nachschmierbaren Ausführung (Bild 1) erfolgt die Schmierung der 4 Lager eines Gelenkes über einen Kegelschmiernippel nach DIN 71 412 in der Mitte des Gelenkkreuzes. In Sonderausführung kann der Schmiernippel auch am Boden der Lagerbüchse angebracht sein.

Vor dem Abschmieren sind die Schmiernippel zu säubern. Über den Kegelschmiernippel 1 wird das Fett in den Verteilerkanal 2 gepresst und den Gelenkkreuzbüchsen zugeführt. Über die Kanäle 3 der Druckscheibe und die Kante 4 des Gelenkkreuzzapfens gelangt das Fett zwischen die Wälzkörper. Bei weiterer Fettzufuhr dringt das Fett über die sich ventilartig öffnenden Spalte der Dichtlippen 5 und durch das Labyrinth. Am Spalt 6 des Labyrinths tritt das überschüssige Fett wieder aus. Es ist so lange nachzuschmieren, bis an allen vier Lagerbüchsen Fett ausgetreten ist !
Die Längsverschiebung ist bei den Standardausführungen wartungsfrei.
Soweit vom Fahrzeug- oder Anlagenhersteller nicht gesondert vorgeschrieben, empfehlen wir nachfolgende Wartungsintervalle. Die Daten in der Tabelle beziehen sich auf europäische und damit vergleichbare Verhältnisse.

Gelenkwellen sind in wartungsfreier Ausführung oder mit Nachschmiermöglichkeit lieferbar.
Hiervon abweichende Betriebsverhältnisse können es erforderlich machen, in kürzeren Zeiträumen nachzuschmieren. Werden Gelenkwellen mit Druckwasser oder Dampfstrahl gereinigt, ist nach jeder Reinigung nachzuschmieren !
 

Schmierintervalle für Gelenke:

Einsatz                                                         Nachschmierintervalle


Nutzfahrzeuge im Fernverkehr und ähnlich                                     Alle 50.000 Km oder Max. nach 1 Jahr
eingesetzte Fahrzeuge
 

Nutzfahrzeuge im gemischten Strassen und Geländeeinsatz               Alle 25.000 Km oder Max. nach ½ Jahr
sowie Cityverkehr und ähnlich eingesetzte Fahrzeuge                

Omnibusse im Fernverkehr                                                             Alle 50.000 Km  oder Max. nach ½ Jahr

Omnibusse im Cityverkehr                                                             Alle 25.000 Km oder Max. nach ¼ Jahr
                                                                                                               

Nutzfahrzeuge im Baustelleneinsatz                                                Alle 12.500 Km oder Max. nach ¼ Jahr
Kommunalfahrzeuge                                                                            
Kranfahrzeuge                                                                                     
Forst- und Landwirtschaft. Schlepper
Militärfahrzeuge
*
und ähnlich eingesetzte Fahrzeuge

Erdbewegungs- und Baumaschinen                                              Alle 250 Std.

Industrieanlagen und                                                                   3 Monate, jedoch spätestens nach 500 Betriebsstunden
Maschinenbau                                                    

*           Nach Wasserfahrten sind kürzere Schmierintervalle erforderlich.

Verschiebung und Zwischenwellenlager sind standardmässig wartungsfrei.

 


Nachschmierfette

Als Schmiermittel empfehlen wir Lithium- Komplexfette mit einer Konsistenz, die der NLGI- Klasse 2 nach DIN 51818 entspricht.
Es ist darauf zu achten, dass nie mit Fetten anderer Verseifungsart nachgeschmiert wird, da beispielsweise Lithium- und Natronfette unverträglich sind.

a)       empfohlene Nachschmierfette

 Hersteller                     Produkt                                                 Hersteller             Produkt


CASTROL                     OLIT 2EP                                                DEA                       Paragon EP2
                                    LONGTIME PD2                                      SHELL                    Retinax LX 2

 Beim Einsatz von Gelenkwellen ausserhalb normaler Temperaturbedingungen empfehlen wir mit uns Kontakt aufzunehmen.

 


Transport und Lagerung

Unsere Gelenkwellen werden in einbaufertigem Zustand geliefert. Wenn nichts anders vorgeschrieben, sind sie dynamisch ausgewuchtet.

Um die hohe Auswuchtgüte zu erhalten, muss bei Transport und Lagerung darauf geachtet werden, dass keine Schläge oder Stösse auf die Gelenkwellen einwirken. Der Transport erfolgt am besten in waagerechter Lage.

Einbau

Vor dem Einbau der Gelenkwellen sind alle Flanschflächen gründlich von Rostschutzmitteln, Schmutz und Fett zu säubern, damit der für die Momentübertragung erforderliche Haftreibwert gewährleistet ist.

Die Gelenkwellen dürfen im Keilprofil nicht getrennt und untereinander ausgetauscht werden, da sonst die Auswuchtgüte stark beeinträchtigt wird. Aus dem selben Grund dürfen Wuchtgewichte nicht entfernt werden. Vor dem Einbau ist sicherzustellen, dass die Gelenkwellen richtig zusammengesteckt sind, d. h., dass sich die an Keilwelle und Keilnabe angebrachten Markierungen gegenüberstehen. Die Gelenkwellen sind so anzuordnen, dass das Keilprofil vor Schmutz und Feuchtigkeit möglichst geschützt ist.

In der Regel bedeutet dies, dass der Profilschutz nach unten zeigt. Sind zwei oder mehrere Gelenkwellen hintereinander angeordnet, so empfiehlt es sich, die Gelenkwellen um 90° zueinander verdreht einzubauen. Damit werden die durch den ungleichförmigen Lauf der Gelenkwellen-Mittelteile hervorgerufenen Massenbeschleunigungsmomente nach aussen hin zumindest teilweise aufgehoben.

Die für die Flanschverbindung erforderlichen Verschraubungen werden auf Wunsch von uns mitgeliefert. Die erforderlichen Schraubenanziemomente können bei uns erfragt werden.